Sonne Schnee Mix am ersten Tag

Berlin: Gewitter+++Monte Cucco: Starkwind+++Nordalpen: Regen+++Greifenburg: Schneeschauer – Wir fahren hin! Thomas und ich ignorieren die 7.00 Uhr-Wetteransage und stehen bald darauf im Schnee, 10 cm, mit Minusgraden, Wind aus West, anderen frierenden Drachen- und Gleitschirmpiloten, 15 aufgebauten Flexis und 7 Starren. Hier geht`s noch wirklich um`s Fliegen.

1. Task – Schnee soweit das Auge reicht

Briefing: 71 km, Irschen-Kirche, Gerlamoos, Irschen, Weißensee, Landeplatz – Fast alle Flexis und Starre bleiben in der Minimumdistanz. Wer etwas länger oben ist kämpft mit Graupel, schwierigem Zentrieren und Höhe halten. Peter Friedemann kommt ins Ziel, der Einzige der`s schafft und Letzte der startet.

Ich bin froh hier zu sein. Wettbewerb hin und her, vor allem geht es jetzt um`s Feintuning meines gerade umgebauten Drachens. Thomas (Vicky für`s Segel) sei Dank, wurde ein brauchbares Segel aufgezogen, die Flügelrohre anders gemufft und die Randbögen angepasst. Jetzt sollte der Litespeed fliegen.

2. Task – “Der frühe Vogel fängt” nicht immer “den Wurm”

Wind aus West mit südlichen Einflüssen. 50 km, Gerlamos, Irschen, wieder zurück und Landeplatz. Die Basis ist für Greifenburg niedrig, trotzdem kämpfen sich 7 Flexible und 5 Starre ins Ziel. Konrad Lüders und Dieter Müglich sind die ersten ihrer Klasse. Die, die nach allen Regeln der Kunst früh gestartet sind gleiten ab. Der Tag entwickelt sich erst spät. Klug wer gelassen geblieben ist.

Früher Vogel hin und her. Zog mein Drachen gestern nach links, kämpf ich heut nach Optimieren der Randbogeneinstellung mit der rechten Seite. Das scheint nach einer Stunde fliegen doch eher an der Gewohnheit, denn an der Eigenschaft des Drachens zu liegen. Den ersten Wendepunkt nehm ich mit und lande erstmals wieder mit dem Gefühl “einen” Drachen zu haben.

3. Task – Die Kunst zwischen Wolke und Berg die richtige Flugbahn zu finden

Die Wolken liegen auf, es ist bitterkalt, doch der Wind passt, jedenfalls zum Starten.  Zwickenberg-Kirche, Gerlamoos-Kirche, Irschen-Kirche, wer da den Glauben verliert ist selber Schuld. Nach erstem Aufdrehen bis zur Wolke schwindet die Höhe rasch. 400m überm Landeplatz. Landen?! Jetzt muss mein Drachen zeigen was er kann. 40 Minuten brauch ich, dann bin ich wieder im Rennen und auf 2000m. 2. Chance: Emberger Alm, dann Zwickenberg. Es geht wellenartig auf und ab. Aufdrehen-Wolke-Wegfliegen-Höhe verlieren-Aufdrehen-Wolke-Wegfliegen-Höhe verlieren…1200m Höhe, Abschattung soweit das Auge reicht und 5 Drachenflieger unter mir –  hinter Irschen-Kirche geh ich landen. Jonas Blecher dagegen reitet die “perfekte Welle” und kommt als schnellster Flexi ins Ziel.

4. Task – gecancelt

Ab Mittwoch geht auch in Greifenburg nichts mehr. Die Hessenmeister und Sieger werden:

FAI 1:
1. Konrad Lueders
2. Walter Schurr
3. Corinna Schwiegershausen
4. Jonas Blecher

FAI 5:
1. Peter Friedemann
2. Dieter Müglich
3. Rüdiger Bien

Dank an die Veranstalter, an Manfred Vaupel, danke für die familiär entspannte Stimmung und Dank für den Mut, trotz der Wetterprognose an das Gelingen des Wettbewerbs zu glauben!