winterrace lijak 2. Task

Passt`s oder passt`s nicht. Montag, Dienstag, Mittwoch – Berlin “versinkt” im Schnee und das Wetter in Slowenien sieht alles andere als fliegbar aus. Die Mail der Veranstalter ist da kaum zu glauben. Freitag: Flugtag.

1. Task – Oben oder unten

6/8 Bewölkung mit Tendenz auf bedeckt. Der Wind aus Nord gemäßigt. Auf 1600m -8 Grad Celsius. Das ist was für Verrückte. Der Startplatz am Lijak verspricht startbare Bedingungen und die Gleitschirme und ihre Höhen machen “hungrig” auf den Task.  Die Aufgabe wird relativ kurz gewählt. 51 km über 5 Wendepunkte: ins Tal raus, dann Startplatz Rampe, Nova Gorica, an der südlich vorgelagerten Bergkette bis zu den Antennen und ins Ziel. Die ersten 10 Piloten drehen recht schnell auf Höhen über 1800 m auf und parken oben. Am Startplatz warten wir, dass der Wind wieder aufflaut und dann auf Thermik , aber sie scheint “abgeschaltet”. Primoz ist der letzte der sich hochkämpfen kann, die folgenden 10 Piloten gleiten ab. Einmal oben gilt die Kälte als Herausforderung, die Strecke selbst lässt sich recht unkompliziert abfliegen.
Christian Ciech (ITA) kam mit 1 Stunde 13 als erster ins Ziel, Franc Peternel und Iztok Jarc aus Slowenien folgten. Thomas Schreck war im Goal und hat das deutsche Fähnlein hochgehalten.

2. Task – kalt, kalt, kalt…

Diesmal Kovk. Wind WSW, 25 kmh, oben deutlich mehr, auf 2000 m -12 Grad Celsius aber viel Sonne. Teilweise liegt noch Schnee, was uns den Weg zum Startplatz schwer macht. 800 m Drachen und Gurtzeug tragen, da fragt sich mancher, wie man  noch starten soll. Erstmal bleibt Zeit bis der Wind weg von Nord dreht. Der Task ist ausgeschrieben: 93 km erst Richtung Ajdovscina, dann Antennen, zurück nach Nova Gorica, wieder die südliche Bergkette und Landeplatz  an der Pizeria Anja. Die Thermik ist extrem turbulent und schüttelt mächtig durch. Bitterkalt ist die Luft. Die ersten beiden Wendepunkte sind schaffbar. Am Berg hinter Ajdovscina trennt sich die Spreu vom Weizen. Das Lee spült runter und es reicht grad noch bis zum Landeplatz. Auch ich komm nicht weiter und dreh ab. Die “Klügsten” sind vorher an die südliche Bergkette gewechselt, können dort aufdrehen und schaffen die restlichen 50 km. Nach 3 Stunden bin ich durchgefroren und froh nur noch zu landen. Die letzten 2 km Bangen bis zum Landeplatz steck ich mir und lande mit großzügiger Einteilung auf einer der vorgelagerten Wiesen. Thomas und Andreas reißen`s noch bis dahin.
10 Piloten kommen ins Ziel. Die ersten drei sind Iztok Jarc (SLO), Gunther Tschurnig (AUT) und Franc Peternel (SLO).

Als Sieger und Preisgewinner stehen auf dem Treppchen: 1. Christian Ciech (ITA), 2. Iztok Jarc (SLO), 3. Franc Peternel (SLO). Bester Deutscher wird Thomas Schreck auf Platz 12.

Großen Dank an die Veranstalter! Es war wie gewohnt prima organisiert. Mit entspannter Stimmung rund ums Fliegen und Großzügigkeit beim Weinverkosten :-).